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WMDEDGT? 2/14 – Tagebuchbloggen die Erste

Für mich ist es das allererste Mal „Tagebuchbloggen“, aber ich finde die Idee von Frau Brüllen total klasse. Also möchte ich mit ein wenig Verspätung anschließen und von meinem gestrigen Tag berichten!

Der 5. Februar 2014 beginnt um 6:25 mit der üblichen Routine: Wir stehen auf, wecken die Kinder, helfen Trinchen beim Anziehen und frühstücken alle gemeinsam. Schul- und Kindergarten-Brotdosen befüllen, Zähne putzen – und heute habe ich Glück, denn Papa übernimmt die Kindergarten-Bring-Logistik, und alle verlassen pünktlich um 8 Uhr das Haus. So habe ich Zeit, mich selbst anzuziehen und ein wenig im Haus aufzuräumen und zu putzen.

Um 10 Uhr kommt ein Maler zur Besichtigung für einen Kostenvoranschlag, da wir unser Treppenhaus streichen lassen möchten und dafür gerade Angebote einholen. Dach klingelt es an der Tür: meine erste Lieferung von Bringmirbio ist angekommen. Ich hatte die „Kunterbunte Kiste L“ bestellt und mich von Inhalt überraschen lassen. Ein bisschen wie Weihnachten, die leckeren Sachen auszupacken: Salat, Möhren, Avocado, Rote Bete, Lauch, Tomaten, Champignons, Weißkohl, Erdnüsse, Äpfel, Birnen, Orangen, Mandarinen… und alles ohne Schleppen und in guter Qualität. Eine echte Erleichterung für mich, denn wir wohnen etwas ländlich – da ist die Auswahl an Bioprodukten in der Nähe nicht ganz so hoch.

Danach geht es für zwei Stunden an den Schreibtisch, ein wenig arbeiten.

Spontan entscheide ich mich, zum Mittagessen gleich zwei der Gemüse aus der Biokiste zu verwerten und koche eine Lauch-Champignon-Pfanne. Da die Kinder heute mittag in den Kitas essen, kann ich meine Portion ganz ohne „Ich mag das aber gar nicht“ genießen – ein seltenes Vergnügen.

Gegen 14 Uhr beginnt die übliche Drei-Kind-Nachmittags-Logistik. Da wir vor einigen Monaten in einen anderen Ortsteil unserer Stadt gezogen sind, die Kinder bis zum Sommer aber noch im alten Ortsteil in Schule und Kindergarten gehen, läuft ohne Auto zurzeit gar nichts… also zehn Minuten fahren bis zu Kindergarten 1, wo Trinchen schon ungeduldig wartet. Sie ist heute zur Geburtstagsfeier einer ihrer kleinen Freundinnen eingeladen und freut sich schon seit Tagen darauf. Wir spazieren gemeinsam vom Kindergarten zum Haus der Freundin, und ich gebe ein strahlendes Mädchen ab.

Da die Sonne so schön scheint, lasse ich das Auto stehen und gehe die 1,5 Kilometer von Kindergarten 1 zu Kindergarten 2 zu Fuß. Dort hole ich Herrn Mittelpunkt ab („Warum kommst du denn so früh? Ich spiele gerade so schön!“). Da der Wissenschaftler heute noch eine Forschergruppe in der Schule besucht, die bis 17 Uhr geht, habe ich heute den Nachmittag alleine mit meinem Sandwichkind. Er wünscht sich einen Besuch in der Bücherei. Und das, obwohl er den Weg mit mir laufen muss. Laufen ist nicht seine Leidenschaft, aber für Bücher und CDs nimmt er die strapaziösen zehn Minuten dorthin auf sich. Wir verbringen über eine Stunde in der Bücherei. Als Kind habe ich die Bibliothek meiner Heimatstadt immer besonders gerne besucht, und ich freue mich jedes Mal, dass meine Kinder sich in dieser typischen nach altem Papier und Staub duftenden Ruhe ebenfalls gerne und lange aufhalten können. Mit einem Stapel Bücher und CDs kuschelt Herr Mittelpunkt sich in einen Sessel, und ich habe Gelegenheit, mir einmal selbst ein paar Bücher auszusuchen.

Gegen 16:30 spazieren wir im Sonnenuntergang zur Grundschule und holen den Wissenschaftler ab, der mir begeistert seine in der Forschergruppe gebastelte Powerpoint-Seite zum Thema „Seeigel“ vor die Nase hält und mir das Versprechen aus dem Kreuz leiert, „bitte bitte heute noch“ Einladungskarten für seine Geburtstagsfeier Anfang März zu kaufen. Also geht es die lange Strecke zurück zu Kindergarten 1 und dem dort geparkten Auto, dann in flotter Fahrt zum lokalen Spiel- und Schreibwarenladen, wo wir neben Einladungskarten auch noch einen Hefter für Herrn Mittelpunkts neu gestarteten Melodika-Unterricht kaufen.

Von dem ganzen Spazieren angenehm erschöpft, fahre ich mit den Jungs nach Hause. Wir haben Glück, heute kommt auch Papa verhältnismäßig früh nach Hause, und wir können um 18 Uhr gemeinsam zu Abend essen. Danach dürfen die Jungs eine Willi-will’s-wissen-DVD aus der Bücherei ansehen, während Papa das Trinchen von der Geburtstagsfeier abholen fährt.

Gegen 19:15 kommt die kleine Maus müde, aber strahlend nach Hause. „Mama, wir haben gespielt! Und gebastelt! Und Kuchen gegessen! Und ich hab eine Tüte mit einem Buch drin!“ Noch ein wenig darf sie das Ende der DVD mit anschauen, dann gehen die Kinder nach oben. Ausziehen, Zähneputzen, eine kleine Gutenachtgeschichte – und heute schlafen alle drei wie auf Knopfdruck ein.

Während Papa noch ein paar berufliche Mails schreibt, nutze ich die Zeit dazu, eine Facebook-Seite für diesen Blog zu erstellen und hoffe, dass sich irgendwann auch mal ein Leser dorthin verirrt 🙂

Doch auch wenn die schlimmste Schwangerschaftsübelkeit mittlerweile vorbei ist, wird mir abends meist immer noch recht flau im Magen, wenn ich müde werde. Das heißt im Klartext: Früh ins Bett. Manchmal zeigt einem der Körper eben ganz deutlich, was er braucht. Sonst bin ich meist eine Nachteule, die abends noch einmal einen Energieschub bekommt und sich meist zwingen muss, nicht zu spät zu Bett zu gehen. Aber seit Beginn der Schwangerschaft fordert der Körper seeeeehr deutlich sein Recht.

13+2 ist geschafft. Noch 26 Wochen und 5 Tage!