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Außer Gefecht.

In der letzten Woche ist es in meinem Blog sehr ruhig gewesen. Das lag aber nicht etwa daran, dass ich das Interesse am Bloggen nach so kurzer Zeit schon wieder verloren hätte, sondern daran, dass uns die spätwinterliche Krankheitswelle jetzt in vollem Umfang erwischt hat.

Nachdem das Trinchen eine ganze Woche lang jeden Tag Fieber hatte, gab es nur wenige Tage Alltagsruhe, bis es mich erwischte. Seit etlichen Tagen habe ich starke Halsschmerzen, gegen die man in der Schwangerschaft praktischerweise ja noch weniger machen kann als sonst schon. Daher habe ich in den letzten Tagen versucht, mich mehr zu schonen und unsere Logistik ein wenig herunterzufahren. Dann lag gestern auch Herr Mittelpunkt mit Erkältung, Fieber und Halsweh flach. Jetzt ist zum Glück Wochenende und Papa hilft mit – sehr erleichternd!

Insofern gibt es auch nicht so viel Spannendes aus unserem Alltag zu erzählen. Höchstens noch, dass unser Trinchen nach ihrer Genesung erst einmal nicht in den Kindergarten zurückkehren konnte, da dieser wegen Personalengpässen gerade nur im Notbetrieb läuft und vor allem die nicht arbeitenden Eltern dringend gebeten wurden, ihre Kinder zuhause zu behalten. Die ersten Tage fand Trinchen das sehr schade und fragte immer wieder, warum ihre Brüder in Schule und Kindergarten (Herr Mittelpunkt geht in eine andere Einrichtung) dürfen und sie nicht, und vermisste ihren Gruppenalltag sehr. Mittlerweile hat sie sich an das Zuhause bleiben gewöhnt. Und das wird sie wohl auch noch eine Weile müssen, denn im Kindergarten ist erst einmal keine Besserung in Sicht…

Naja, immerhin haben die Kinder die frühlingshaften letzten Tage sehr genossen. Die Jungs finden langsam Anschluss an Nachbarskinder, was für sie sehr schön ist. Da sie bis August noch in unserem früheren Ortsteil in Schule und Kindergarten gehen werden, finden sie hier im neuen Wohngebiet auch nur langsam Freunde. Umso schöner, dass nun die Draußen-Spiel-Zeit beginnt, in der andere Kinder an unserer Tür klingeln und nach den Jungs fragen, bzw. die beiden in der Nachbarschaft Freunde besuchen. Es ist so schön, dabei als Mutter einmal NICHT involviert sein zu müssen, denn sonst müssen immer Telefonate mit den anderen Müttern geführt, Verabredungen terminiert und die Kinder entsprechend chauffiert werden. Ich freue mich schon sehr, wenn alle drei ab Sommer hier richtig Wurzeln fassen und wir das Auto an etlichen Tagen endlich wieder stehenlassen können.

Nummer Vier wächst und wächst, was sich mit immer häufigeren und deutlicher spürbaren Tritten bemerkbar macht. Jeden Morgen schlüpft unser Wissenschaftler zu uns ins Bett und legt die Hand auf meinen Bauch, und oft kann auch er schon die leichten Stupser spüren. Manchmal spricht er dann auch ein wenig mit seinem kleinen Bruder da drinnen – total schön.

Noch 21 Wochen und 2 Tage!

 

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Noro und so

Jetzt hat sie uns wieder, die gute alte Hochphase der winterlichen Krankheiten. Überall um uns herum Schniefnasen, Husten, Hals-Aua – und natürlich die obligatorischen Magen-Darm-Infekte.

Wie ich schrieb, hatte Herr Mittelpunkt bereits Anfang letzter Woche einen kurzen Besuch eines solchen, der aber nur einen Tag währte und kein weiteres Familienmitglied ansteckte. Wir wähnten uns in Sicherheit.

Doch gegen Ende der Woche ging es in Trinchens Kindergarten los: Als ich sie Freitag Morgen in den Kindergarten brachte, kam die Warnung der Erzieherin: etliche Kinder seien nicht gekommen, da an Magen-Darm erkrankt. Auch einige Erzieherinnen waren bereits ausgefallen, Verdacht auf Norovirus. Als sich ein blondgelockter Vierjähriger dann beim Jacke ausziehen auch noch schwungvoll neben uns auf den Flurboden übergab, machten wir doch lieber kehrt, und ich nahm Trinchen unter lautem Geschrei („Ich will aber im Kindergarten bleiben!“) wieder mit nach Hause. Wenn, hatte sie zwar sich sicher schon am Vortag angesteckt, aber in diesem Chaos wollte ich sie auf keinen Fall lassen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie aufgrund ihrer Rheumatherapie nun mal immunsupprimiert ist und mir die Erinnerung an den vergangenen Winter noch tief in den Knochen steckte. Da hatte sie innerhalb von zwei Monaten viermal ganz schwere Verläufe solcher Infekte, jeweils begleitet von hohem Fieber. Zweimal folgte darauf jeweils auch prompt eine Gelenkentzündung, die stationär behandelt werden musste. Denn wenn das Immunsystem aufgrund eines Infektes aktiviert ist, besteht bei Trinchen immer das Risiko, dass es sich dann auch gleich wieder gegen ihre Gelenke oder Organe richtet.

Glücklicherweise verlief das Wochenende dann krankheitstechnisch völlig ereignislos, Trinchen hatte sich nicht angesteckt. Aber pünktlich in der Nacht von Sonntag auf Montag begann Herr Mittelpunkt wieder mit seinen Bauchschmerzen, die ihn auch Montag plagten und dann in der Nacht auf heute in mehrmaligem Erbrechen gipfelten. Der zweite Infekt bei ihm innerhalb von einer Woche, aber auch wieder kurz und knackig. Heute ging es ihm wieder blendend…

Ich liebe Februar.